Leuchtpunkt: Pflanzenkost

Besondere Kräuter sind nun auch bei den aktuellen Wildkräuterlieferungen dabei:

Melde, Luzerne (Alfalfa) und japanischer Flügelknöterich

Melde: Sie ist eine der Erstbesiedlerpflanzen, wenn wir unseren Garten für Saatgut vorbereitet haben. Sie kommt viel schneller raus, als eben dieses und daher wird sie vom ordentlichen Gärtner schon vor Erreichen ihrer stattlichen Größe von bis zu 1m rausgehackt. Dabei ist sie in eben diesem Jungstadium äußerst knackig und delikat im Geschmack. Regelmäßiger Schnitt läßt immer wieder junge Triebspitzen nachkommen.

Luzerne: Auch bekannt als Alfalfasprossen im Bioladen kann man dieses Kraut in jedem Garten als schöne Staude ansiedeln. Sie ist winterhart und immergrün und wie wir dieses Jahr festgestellt haben auch sehr zeitig am Wachsen und Gedeihen. Luzerne ist neben ihrer vielen schönen violetten Blüten auch wertvolle Nahrung für die Hummeln. Bienen meiden Luzerne, da diese Pflanze beim Öffnen der Blüte den Pollen diesen Bestäubern an den Bauch schleudert. Der Schlag ist für die Bienen eher unangenehm, den Hummeln scheint es nix auszumachen. Es fliegen auch wieder viele Hummeln bei uns herum.Mit ihren kleeartigen Blättern und einer Größe von bis zu 70cm ist sie selbst in unserer Wildwiese gut erkennbar. Der Geschmack ist angenehm mild und leicht süßlich.

Japanischer Flügelknöterich (nur Frühjahr): Dieses mannshohe Knöterichgewächs ist seit 2012 auch Bestandteil unserer Wildkräuterlieferungen. Damals wurde es in Europa eingebürgert um sich in Gärten als Solitärpflanze einen Namen zu machen. Leider wurden viele Gärten aber auch zunehmend vernachlässigt, sodass sich diese Pflanze durch ihre Wurzeln und durch den schnellen Wuchs sehr verbreitet und einheimische Kräuter verdrängt. Dem können wir daher wie bei so vielen anderen Pflanzen auch nur durch das Essen eben dieser entgegentreten. Sie schmeckt sogar sehr angenehm: leicht säuerlich und besonders die jungen Stengel sind sehr saftig und knackig. Die besonders in der japanischen und chinesischen Medizin verwendete Pflanze hat viele positive Wirkungen auf unser Immunsystem.

Es ist zu beobachten, dass Menschen die eher industrieell ernährt sind, solche Kräuter überhaupt nicht in den Mund bekommen. Sie sträuben sich und bringen mit ihren coolen Sprüchen die ganze Hilflosigkeit zum Ausdruck. Und ich bin da eigentlich nicht sprachverlegen. Doch nutzt es etwas, seine Energie aufzuwenden um anderen andere Wege in der Nahrungskette zu zeigen, sie gar auf neue Schönheiten hinzuweisen? Der Schlangenknöterich ist doch prachtvoll und wird oft übersehen. So wie vieles übersehen wird.

„Die genetische Ausstattung für unser Verdauungs- und Immunsystem stammt im wesentlichen aus der Steinzeit und konnte sich in der so kurzen Zeit noch nicht an diese neuen Gegebenheiten anpassen“, so Nöll. In der damaligen Zeit war der Mensch angepasst an ein unverarbeitete pflanzliche Kost. Vor 12.000 Jahren mit dem Sesshaft werden und der Domestikation der Tiere ist es zu den ersten Infektionskrankheiten gekommen, die zu einem großen Teil von den Tieren stammen. „Mit dem gezielten Anbau von Pflanzen wurden zahlreiche Stoffe, die zum optimalen Funktionieren unseres Körpers notwendig sind, weggezüchtet“, so Nöll. Dazu zählen etwa Bitterstoffe. „Auch andere wesentliche Bestandteile unserer Nahrung wie Vitamine, Mineralien und natürliche Antioxidantien gingen verloren“, meint der Forscher.

„Hinsichtlich des Baus und der Funktionen von Pflanzen, erweist sich die Natur als großartige Ingenieurin, als Verpackungskünstlerin“, so Nöll. So ist jedem Pflanzenembryo im Samenkorn ein „Power-Packet“ an wertvollen Aminosäuren, energiereichen Kohlehydraten und hochfunktionellen Fettsäuren mitgegeben worden. Viele solcher Samen sind jahrelang keimfähig, überstehen Darmpassagen ebenso wie Trockenheit, sind vor aggressiver UV-Strahlung ebenso geschützt wie vor Luftsauerstoff und freien Radikalen“, erklärt der Wissenschaftler. Die Menschen zerreißen das über Jahrmillionen optimierte Zusammenspiel zahlloser Einzelsubstanzen, wenn Samen oder Früchte industriell weiterverarbeitet werden, um einzelne Begleitstoffe, die unerwünscht sind, zu entfernen. Durch Mahlen, Pressen, Zentrifugieren und Extrahieren verarmen die Nahrungsmittel. Der Wissenschaftler unterstrich auch die Wichtigkeit einzelner Stoffe, wie zum Beispiel die der Lignane. Dies sind pflanzliche Abwehrstoffe gegen Pilze und Bakterien. Bei verarmter Industrienahrung gehen solche Begleitstoffe verloren . „Gesund bleibt letztlich der, der Nahrung so einfach und so natürlich wie möglich zu sich nimmt“, so Nöll. Der Mediziner kritisierte in diesem Zusammenhang auch das künstliche Anreichern von Lebensmitteln durch Vitamine und andere Spurenelemente. Diese Nahrungsmittel würden das eigentliche Problem kaum lösen.                                                           Quelle

Dazu kommt Hektik, Ärger, Stress und Wohlstandsverwahrlosung und schon ist alles wie es ist. Es gibt Leuchtpunkte und neue Wege, die viele Menschen gehen wollen und das spiegelt sich auch hier wider. Deswegen haben wir eine gute Infoecke im Laden und können gute Mediziner empfehlen, wenn es mal drückt.

Einfach mal anders denken:

„wenn ich schlafe, schlafe ich, wenn ich aufstehe, stehe ich auf, wenn ich gehe, gehe ich, wenn ich esse, esse ich, wenn ich arbeite, arbeite ich, wenn ich höre, höre ich, wenn ich spreche, spreche ich.“

„Wie das verstehe ich nicht! Das tue ich doch auch! Trotzdem bin ich so nervös.“

„Nein, du machst es anders: wenn du schläfst, stehst du schon auf- wenn du aufstehst, gehst du schon- wenn du gehst, isst du schon – wenn du isst, arbeitest du schon – wenn du hörst, sprichst du schon.“

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