Babys und Kleinkinder

Da wir eine kleine Familie sind, haben auch wir unsere Erfahrungen/ Meinungen mit den lieben kleinen und möchten diese gerne weitergeben. Vielleicht findet ja die/ der eine oder andere auch für sich den nötigen Hinweis.

Ich fasse mich jedoch kurz und sollten sie weitere Fragen haben, so können sie mich auch gern telefonisch hierzu kontaktieren.

Vorwort:

Das Erste Jahr ist am wichtigsten, v.a. für die Bindung an Mutter/ Vater und Geschwister, Oma/ Opa/ Tanten / Onkel… Das 2. und 3. baut dann darauf auf. Eine Abgabe an Kindereinrichtungen in eben dieser Zeit halten wir für die Familienbindung äußerst ungeeignet. Zudem leidet die seelische und körperliche Gesundheit, denn in den ersten 3 Jahren bildet sich das Immunsystem des Menschen aus und dieses ist entscheidend für die ganze weitere (auch genetische) Gesundheit im Leben. Als Eltern tragen sie damit eine HÖCHSTMAß an Verantwortung für ihr Kind/ Kinder. Diese VERANTWORTUNG müssen Sie beim Kinderwunsch bereits bedenken und in ihrem sozialen Umfeld alles dafür tun, um die Umsetzung so gut wie möglich zu meistern. Alles weitere baut darauf auf und macht ihnen bei guter Vorsorge das Zusammenleben wesentlich leichter. Das allerwichtigste: LIEBE, sowohl für den Vater als auch das Kind/ Kinder. Auch die Geschwister – keiner darf sich zurückgesetzt fühlen, beziehen sie alle mit ein und ermuntern sie diese dazu, den kleinen Wurm mitzubetreuen so gut es möglich ist. Dies liegt in ihrer Hand als Mutter, denn sie sind die erste Bezugsperson für ihr Kind (bedingt durchs Stillen). Sie sind auch die Bezugsperson für alle anderen Personen in der Familie. Eine Familie steht und fällt mit der Mutterliebe. Der Vater sorgt für die Umgebung der Familie, für deren Schutz – in diesem Schutz kann sich die Mutter entsprechend bewegen und genügend für alle da sein. Als Mutter ist es daher wichtig, dass sie einen starken Rücken haben, womit ich auch entsprechend und gleichzeitig ihr Rückgrad meine, damit sie zum Wohle ihrer Familie handeln.

Im Folgenden gehe ich auf manchmal vorhandene Probleme ein, welche sich bei der Fürsorge mit ihrem Kind ergeben könnten:

Problem: Stillen

Stillen ist wichtig und notwendig, total. Genußmittel (Tabak, Schwarztee, Kaffee, Alkohol) sind daher zu vermeiden, vegetarisch bis vegane Kost mit Wildkräutern ist für die Mutter als Ernährungsform angeraten, desweiteren Fisch, aber höchtens 2mal im Monat Fleisch/Wurst – besser aber gar nicht, da ebenso mit Impfstoffen (Alu, Quecksilber,….) und Genfutter zugesetzt. Wir essen kein Fleisch – nur Fruchtfleisch:-) Meinen Großen konnte ich dann auch bis zum 4. Lebensjahr stillen, danach wollte ich erstmal nicht mehr – ich hielt es für genug, aber das kann jeder selber mit sich ausmachen.

Grund für diese Ernährung: Eine große Brust ist zwar schön für den Mann:-), aber nicht ausschlaggebend für eine gute Muttermilchproduktion. Meist sind große Brüste eher durch falsche Ernährung verfettet bzw. mit Schlackestoffen belegt und somit ist es dem Körper nicht möglich genügend Milchkanäle zu erzeugen bzw. Platz für Milchseen in der Brust zu gewinnen. Der BH ist übrigens eine Stoffaustauschbremse. So gut möglich sollten sie keinen tragen bzw wenn, dann nur ohne Bügel / push up. Er sollte möglichst locker/ leicht an der Brust liegen.

Das in die Brustbeißen können Sie vermeiden, indem sie etwas lauter „Au“ sagen (nicht schreien). Ihr Kind wird sie dann mit großen Augen anschauen und schnell merken, dass ihnen das nicht gefällt. Ihr Kind schreit ja auch, wenn ihm was nicht passt. Dies ist die vermutlich die erste Form der Erziehung, denn Worte werden in dieser Zeit noch nicht verstanden.

Problem: Schreikind bzw. 3-Monatskoliken

Bei meinen beiden Kindern hatte ich dieses Problem nicht, v.a. womöglich daher, weil ich folgendes tat: Stillen, Tragen mit Tragetuch (Dydimos) inkl. Familienbett , Abhalten überm Waschbecken – Topffit – meint Toilettentraining trotz Windeln wechseln.

Es ist zwar so, dass das Kind in den ersten 3 Monaten unterschiedlich schreien wird, für uns manchmal auch ohne Grund bzw. nicht nachvollziehbar. Aber bedenken sie einfach, es muß sich nun erstmal an alles in dieser Welt gewöhnen und das geht nicht von heute auf morgen. Haben sie dafür Verständnis und nehmen sie, wenn sie bereits alles getan haben (gestillt, gewindelt, Toilette abgehalten), es einfach in den Arm, singen sie/ summen sie/ tanzen sie leicht/ wiegen Sie es. Nehmen sie sich die Zeit und halten sie es einfach fest, am besten noch eingepuckt (eng in ein Tuch gewickelt), so wie es während der Schwangerschaft ihr Bauch (seine frühere Schutzhülle) tat.

Vorteile des Stillens dieser 3 Grundbedürfnisse:

Stillen – Nahrungsaufnahme und Kuscheln – gaaaanz wichtig – Bindung an Bezugsperson (v.a. Mutter), Schnuller und Fläschchen wird gespart und auch sonstiges Zubehör in dieser Richtung ist nicht nötig.

Muttermilch ist wesentlich leichter verdaulich als tierische Milch und unterstützt Babys Aufbau des Immunsystems. Tierische Milch sollten sie möglichst vermeiden, da diese unseren Körper verschleimt und anfälliger für Erkältungen macht. Wenn sie (frühestens ab dem 6. Monat) mit Stillen aufhören, versuchen sie ihr Kind dann mit pflanzlicher Milch vertraut zu machen, dabei ist Hafermilch am Besten.

Auch beim Stillen wird ihr Baby den Kontakt zu ihnen suchen, indem es mit der Hand nach ihrer sucht. Geben sie ihm dabei ihre Hand oder berühren sie es zärtlich an der Hand.

Ab dem 8./ 9. Monat wird sich ihr Kind sichtlich freuen, wenn es die Brust sieht oder sie sich zum Stillen mit ihm entsprechend setzen. Auch fängt es an, etwas mit der Brust zu spielen. Das ist alles normal und sie sollten dies nicht verhindern bzw. nur soweit, dass es für sie beide angenehm ist. Dies trägt in der Entwicklung später sicherlich auch zu einem ausgewogenes Verhältnis zwischen den Menschen bei (Stichwort: Partner/- in).

Es sollte selbstverständlich sein, dass sie ihr Kind bis zum 6. Monat voll stillen und ab diesem Zeitpunkt empfiehlt die WHO das Teilstillen bis zu 2 Jahren oder darüber hinaus. Dies ist meist auch trotz Berufstätigkeit der Mutter möglich. Wie oben gesagt, versuchen sie bitte für die ersten 3 Lebensjahre vollständig für ihr Kind dazusein und geben sie es noch nicht in eine Kindereinrichtung, lieber zu Verwandten. Das Immunsystem ist einfach noch nicht soweit und die Ansteckungsgefahr für Erkältungskrankheiten ist größer als danach, zudem leidet die Familienbindung etwas.

Tragen im Tuch – Kuscheln/ Sicherheit/ Beckenboden ausbilden (Spreizhosen sind nicht nötig)/ Pups und Rülpse gehen leichter aus Babys Körper raus als wenn sie im Kinderwagen oder Stubenwagen liegen…

Der Mensch ist ein Tragling, sonst könnte das Baby gleich nach der Geburt laufen.

Kinderwagen wurden erst im 19.Jh. modern, doch die Geschichte des Menschen hat weitaus früher begonnen, nicht wahr?

Lassen sie sich ab der 6./8. Woche von ihrer Hebamme die Wickeltechnik für die Rückentrage zeigen oder ich zeige es ihnen (;-), auf youtube gibts auch tolle Mütter, die das in Filmen zeigen. Die Rückentrage ermöglicht ihnen ein freihändiges Arbeiten im Haushalt und ihr Kind muß nicht mehr schreien, denn es ist ja bei ihnen – logisch oder? Auch wenn ihr Kind erstmal „meckert“ beim Wickeln ins Tuch, machen sie bitte weiter. Vermitteln sie ihm doch damit die Sicherheit, die es braucht. Zudem wird es sich auch daran gewöhnen (müssen). Im Kinderwagen würde es auch schreien, aber das dauert länger als das meckern im Tragetuch.

Wenn es im Tragetuch eingeschlafen ist (bzw. sie merkten, es ist müde und haben das Tuch hochgezogen – damit es leichter einschlafen kann), können sie versuchen es abzulegen. Ich habe es allerdings im Tragetuch schlafen lassen und habe dabei die Hausarbeiten oder Gartenarbeiten erledigt. Es hat sich davon nicht stören lassen und am Anfang immer mal am Tag ca. 4h geschlafen, später 2- 2,5 h.

Infos unter Dydimos.de und anderen Tragetuchseiten

Familienbett – es macht das Stillen in der Nacht wesentlich leichter. Sie stillen im Halbschlaf und müssen dazu nicht mal aufstehen. Auch sie brauchen Erholung in der Nacht. Das Baby liegt dabei in der Mitte. Keine Sorge, als liebende Eltern werden sie ihr Baby nicht erdrücken, denn sie werden auf ein größeres Bett / Schlafplatz achten bzw. anbauen;-)

Das Tolle für ihr Baby ist eben auch, dass es nicht zu sehr aus dem Schlaf gerissen wird. Es wird leicht wach, gluckst oder macht äh und dreht sich einfach zu ihnen/ sie helfen ihm auch dabei und es kann stillen. Dabei schläft es wieder ruhig und zufrieden ein und sie auch. Es muß also nicht schreien, wenn es in der Nacht wach wird und wach wird es oft, v.a. wenn sie stillen.

Topffit – Neben den anderen Grundbedürfnissen ist diese Tätigkeit der Babyfürsorge genauso wichtig, wenn sie ein ruhiges und zufriedenes Kind haben möchten. Es ist arbeitsintensiv, das sollten sie wissen. Aber wenn sie ihrem Baby als Selbstverständlichkeit Nahrung (Stillen oder Brei) geben, so ist es doch logisch, dass eben auch die verdaute Nahrung entsprechender Fürsorge bedarf.

In den ersten Monaten muß das gestillte Baby sehr oft pullern (ca. 10-20mal) und kackern (ca. 2 – 3mal). Es ist nicht schlimm, wenn davon was in die Windel geht, aber sie werden schnell merken, wie ihr Kind zunehmend zufriedener wird, wenn sie ihm die nasse Windel gegen eine trockene ausgetauscht haben. Oder wie es erleichtert pullert, wenn sie es abhalten. Machen sie das alles ohne Druck, dann wird die Kommunikation zwischen ihnen und dem Baby immer besser. Seien sie auch nie enttäuscht über ihr Baby wenn’s mal nicht so klappt. Es wird schon mit der Zeit, glauben sie.

Auf jeden Fall sollten sie es immer nach einem Schlaf (morgens oder tagsüber) auf der Toilette/ besser Waschbecken wegen der angenehmen Höhe versuchen abzuhalten. In den ersten Monaten ist es Zeit schon kurz nach dem Stillen, nach ca. 10min, ihr Baby abzuhalten. Mit etwas Glück bleibt die Windel dadurch eben länger trocken. Egal mit was sie Windeln, sowohl in einer modernen Windel als auch in einer Stoffwindel merkt ihr Kind die Nässe. Ab dem 9. Monat wird ihr Kind zusehens schneller Bescheid geben, wird unruhig bzw. kann nach dem Aufwachen noch etwas anhalten, bevor sie es ausgepackt und abhalten können. Ab hier gilt ca. 20min nach dem Stillen können sie es zum Pullern abhalten. Nach meiner Erfahrung ist es auch nicht wahr, dass ein Baby nicht anhalten kann, denn seit der Geburt bin ich nach dem Auspacken der Windel immer ca. 6 m zum Bad gelaufen oder sogar im Sommer nach Draußen ins Grüne. Erst in der ruhigen  Hockstellung dann begann mein Baby zu pullern/ groß zu machen.

Wichtig: Durch die windelfreie Anhockstellung beim Abhalten gehen wiederum Pupse leichter aus dem Babybauch, sodass das sog. Bauchkneifen durch Blähungen nicht entstehen kann. Ein Punkt, der Ihr Kind auf jeden Fall zufriedener aussehen läßt.

Regelmäßig Groß machen (Stuhlgang) wird es meist ab dem 6. Monat wenn sie zufüttern einmal morgens und nach dem abendlichen Stillen nochmal abends. Es sollte in jedem Fall mindestens einmal am Tag von Geburt an sein Geschäft gemacht haben. Warten sie höchstens den 2. Tag bis abends und machen sie, sollte sich auch dann nichts einstellen einen Einlauf. Sollte der Stuhl sehr hart sein, so ändern sie bitte ihre Ernährung wie oben kurz beschrieben.

Noch ein Hinweis, warum sie das Windeltraining durchführen sollten. Sie werden sicherlich auch mal Besuch empfangen, denn der kleine Erdenbürger will ja von allen bestaunt werden. Es ist dann schön, wenn er/ sie lächeln oder ab dem 8./ 9. Monat richtig herzhaft lachen kann. Das erreichen sie jedoch, meine ich, nur, wenn ihr Baby nicht mit voller Windel den Besuch empfangen muß. Es fühlt sich, glauben sie, sehr unwohl mit nassem Popo. Da würden sie auch nicht mehr lachen können.

Ab dem 3. Lebensjahr hab ich dann auch angefangen nachts unseren Großen sauber zu bekommen. Das hat er sehr schnell verstanden und dementsprechend lief es leichter und ohne Druck für uns beide ab.

Viele weitere Infos finden hierzu auf der Seite http://www.topffit.de

 

…… mehr dazu an einem anderen Tag 😉

 

 

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Eine Antwort zu “Babys und Kleinkinder

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